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In unserer Beitragsserie nehmen wir Sie mit auf eine Reise durch das bunte Kita-Jahr.  

Teil 5:

Frischer Wind im Januar

Foto: DKJS / J. Erlenmeyer und N. Götz

Was jetzt ansteht:

Im kalten Januar ist die Sehnsucht der Kinder nach Schnee am größten. Wann schneit es denn endlich? Jeder Niederschlag wird genau beobachtet –  in der Hoffnung den Kita-Garten bald ganz in Weiß zu sehen und einen Schneemann bauen zu können. Eine gute Gelegenheit für die Kinder und Kita-Fachkräfte, sich beim Erzählen, Singen, Basteln und Spielen mit den verschiedenen Wetterphänomenen und Aggregatzuständen von Wasser im Winter auseinanderzusetzen: Regen, Graupel, Nebel, Schnee, Raureif, Eis … Besonders groß ist die Freude natürlich, wenn die Kinder eisbedeckte Pfützen oder sogar Eiszapfen mit allen Sinnen entdecken können. Welche Geräusche macht es, wenn das Eis bricht? Wie fühlt sich das Eis an? Und – warum ist der Wind kälter und stärker als im Sommer?  

Frischer Wind weht im Januar übrigens nicht nur draußen, sondern auch in der Kita: Denn nach der Rückkehr aus der Weihnachts-Winterpause steht wieder alles auf Anfang. Die Weihnachtsdekorationen verschwinden wieder in den Kisten oder Bastelmappen, die Wände und Fenster sind wieder frei für neue Basteleien und Dokumentationen. Das Kita-Team plant zum Jahresbeginn – ähnlich wie auch nach dem Start des offiziellen Kita-Jahres im Spätsommer – viele neue Projekte, probiert gemeinsam mit dem Kindern neue Ideen aus und informiert die Eltern über wichtige Termine und Ereignisse.

Wie Sie teilhaben können:

Nutzen Sie die Entdeckerlust Ihrer Kinder auch oder gerade bei Kälte und Nässe für tägliche Spaziergänge. Das ungemütliche Wetter spielt für dick eingemummelte Kinder keine Rolle. Sie beschäftigen sich ausgiebig mit gefrorenen Pfützen, Blättern und Zweigen auf dem Weg oder springen im Matsch herum.

Viele Eltern und Fachkräfte begrüßen das neue Jahr in der Kita mit einem kleinen Neujahrs-Umtrunk, organisiert vom Elternausschuss. Jeder bringt einen Snack fürs Buffet mit, so dass auch die Kinder ihre Freude haben. Zwar wird diese Art von Treffen dieses Jahr pandemiebedingt ausfallen – aber sich gegenseitig einen guten Start ins Jahr wünschen, das geht auf jeden Fall.


Teil 4:

Dezember: Weihnachten steht vor der Türe

Foto: DKJS / Kita Reidekäfer, Halle.

Was jetzt ansteht:

Im Kita-Alltag dreht sich jetzt natürlich vieles rund um das Thema Weihnachten – es wird gebastelt, dekoriert, gebacken, weihnachtliche Lieder gesungen und Geschichten vorgelesen. Vor allem in der Adventszeit sind Rituale wichtig, das tägliche Öffnen eines Türchens des Adventskalenders oder das gemeinsame Entzünden einer Kerze am Adventskranz am Montagmorgen: Die Vorfreude und die Spannung auf das Weihnachtsfest steigen. Doch nicht alle Kinder feiern Weihnachten und auch die Feierlichkeiten selbst unterscheiden sich jeweils in den Familien: In der einen kommt das Christkind am Abend des 24. Dezember, bei manchen kommt Santa Clause am 25. Dezember und wieder andere Familien feiern religiöse Feste zu anderen Zeitpunkten im Jahr:  Wie zum Beispiel das jüdische Chanukka Mitte Dezember, das russisch-orthodoxe Weihnachten im Januar oder das islamische Zuckerfest, jeweils zum Ende des Ramadans.

Diese Vielfalt wird natürlich auch in der Kita aufgegriffen: Wie ist das bei dir zu Hause? Welches Fest ist bei euch wichtig? Gibt es dann auch Geschenke? Mit den Kindern und Familien ins Gespräch zu kommen und die individuellen Geschichten im Kita-Alltag aufzugreifen, ist wichtig und sorgt dafür, dass sich alle Kinder gleichermaßen angesprochen fühlen.

Wie Sie teilhaben können:

Warum nicht Weihnachten nutzen, um dem Kita-Team noch einmal Wertschätzung und Dank für ihre, in diesem Jahr noch einmal ganz besondere, Arbeit entgegen zu bringen? Die meisten pädagogischen Fachkräfte freuen sich über ein Weihnachtsgeschenk genauso wie über etwas ganz Persönliches, wie beispielsweise einen gemeinsam mit dem Kind oder den Kindern geschriebenen Brief, in dem Sie noch einmal das Kita-Jahr Revue passieren lassen und Danke sagen können.


Teil 3:

November: Sehnsucht nach Licht & Wärme

Foto: DKJS / J. Erlenmeyer und N. Götz

Was jetzt ansteht:  

Schon morgens auf dem Weg zur Kita fallen die Veränderungen auf: Es ist vielleicht noch dunkel, oft hängen Nebelschwaden über dem weiten Land, die Luft ist frisch und der Boden morgens noch gefroren – der Winter steht kurz bevor. Bei den Tieren wird es ruhiger – viele Vögel sind bereits in wärmere Gefilde in den Süden aufgebrochen, um dort zu überwintern. Andere bleiben hier und stellen sich auf die kommenden Monate ein. Viele Tiere im Wald haben sich Vorräte angelegt und gehen nun in Winterruhe oder halten sogar Winterschlaf.  All das spiegelt sich auch im Kita-Alltag im Monat November wider: Im Morgenkreis, in Liedern und Büchern oder im Rahmen von Projekten wird die sich wandelnde Natur thematisiert.  

Traditionell stehen im November auch der Laternenumzug zum Martinstag oder ein Lichterfest an, die in vielen Einrichtungen gemeinsam mit Kindern, Fachkräften und Eltern mit selbstgebastelten Laternen und anschließendem Beisammensein bei wärmenden Getränken begangen wird. Zurück geht das Fest auf die Geschichte vom heiligen Martin, der als junger Soldat an einem kalten Wintertag gerade aus der Stadt hinaus ritt, als ihn ein armer Mann ansprach und um Hilfe bat. Da er weiter nichts bei sich hatte, teilte Martin seinen Mantel mit dem Bettler. So steht Martin auch heute noch stellvertretend für Nächstenliebe und Barmherzigkeit. 

Kinder haben feine Antennen und bekommen all das, was um sie herum geschieht, natürlich auch mit. Nicht selten sprechen sie Dinge, die sie wahrnehmen, auch direkt an, worauf Erwachsene offen reagieren sollten. Deswegen werden aktuelle Dinge wie Kälte, Vergänglichkeit, Armut und Veränderung bei Bedarf natürlich auch in der Kita thematisiert – Besuche in Suppenküchen oder die Beteiligung an lokalen Aktionen oder Projekten für Bedürftige sind wertvolle Erfahrungen für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. 

Wie Sie teilhaben können:  

Auf die Schere, fertig los! – Das Basteln einer Laterne für den Laternenumzug ist ein schöner Moment, um zusammen zu kommen, bei Tee und vielleicht sogar den ersten Lebkuchen kommt bestimmt schnell eine gemütliche Stimmung auf. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt: Lassen Sie sich doch einmal von Ihren Kindern inspirieren –  Vielleicht gibt es dann in diesem Jahr keine klassische, sondern eine Feuerwehrlaterne. Auch das Herstellen eines Vogelhäuschens ist ein passendes Projekt für den November – mit Säge, Nägeln und Hammer können Sie nach Anleitung unkompliziert eine Futterstation für die Vögel herstellen und anschließend nach Lust und Laune gemeinsam bemalen. Übrigens freuen sich auch viele Kitas über Unterstützung in der kälteren Jahreszeit: Sei es Material zum Basteln oder die Mithilfe bei der Organisation des Laternenumzugs.  


Teil 2:

Oktober: Der Herbst ist da!

Foto: DKJS / J. Erlenmeyer u. N. Goetz

Was jetzt ansteht:

Mit einem Blick aus dem Kita-Fenster sieht es jedes Kind: Die Tage werden kürzer, die Luft rauer und die Bäume verlieren ihre Blätter: Der Herbst ist da! Das passende Lied dazu ist vielen schon bekannt. Ebenso das Lied vom pi-pa-putzigen Igel. Die Kinder erfahren, dass dieser und viele andere heimischen Tiere sich nun ein Winterquartier bauen und verstärkt auf Nahrungssuche sind. In so manchem Kita-Garten können die Jungen und Mädchen die letzten Äpfel, Kartoffeln, Tomaten oder Kürbisse ernten und danach gemeinsam mit den Fachkräften lecker zubereiten. Viele Gruppen schauen sich die herbstliche Verwandlung der Natur bei Ausflügen in den Wald oder in die Umgebung an. Sie spielen im Laub und sammeln bunte Blätter, Kastanien, Tannenzapfen oder Eicheln, aus denen sie Mitbringsel für zuhause basteln. Oder auch einen bunten Papierdrachen für windige Tage – ach ja, wie entsteht eigentlich Wind? Und warum fallen die Blätter vom Baum? Wie immer gibt auch diese neue Jahreszeit neue Anlässe zum Fragen und Forschen.

Wie Sie teilhaben können:

Sammeln und „verbasteln“ auch Sie mit Ihrem Nachwuchs das, was die Natur im Herbst so hergibt, die passenden Lieder dazu kennen Sie vielleicht noch aus ihrer Kindheit. Vielleicht haben Sie in Ihrem Familien- oder Freundeskreis auch einen Bauernhof oder einen landwirtschaftlichen Betrieb, welchen die Kita-Kinder auf einem Ausflug besuchen oder wo sie sogar bei der Ernte von Obst oder Gemüse dabei sein können?


Teil 1:

Neuanfang im September

Foto: DKJS / F. Schmitt.

Was jetzt ansteht:

Wenn auch im letzten Bundesland die Sommerferien zu Ende gehen, beginnt das neue Kita-Jahr. Neue Kleinkinder werden behutsam in ihre Gruppen eingewöhnt und auch so manche „alten Hasen“ brauchen eine Weile, bis sie sich wieder in den Kita-Alltag eingefunden haben. Etwa, weil sie im Urlaub oder wie zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie lange zuhause waren. Das Kita-Team setzt nun alles daran, dass alle Kinder sich in ihren Gruppen wohl fühlen und zu einer neuen Gemeinschaft zusammenwachsen. Auf Elternabenden erhalten Mütter, Väter oder andere Bezugspersonen Informationen über das, was für ihre Kinder und sie selbst in den kommenden Wochen und Monaten wichtig ist.

Wie Sie teilhaben können:

Begleiten Sie eine mögliche Eingewöhnung ihres Kindes bewusst und nutzen Sie die Informationsangebote der Kitas sowie die Tür-und-Angel-Gespräche, um einen guten Draht zu den Kita-Fachkräften herzustellen oder zu bewahren. Und egal ob Sie nun als Elternsprecher fungieren oder der Kita „einfach so“ Ihre Unterstützung anbieten – von Ihrem Engagement profitieren die Kinder und Fachkräfte in jedem Fall.


Verfolgen Sie hier regelmäßig, welche Feste und Aktionen gerade in den Kitas anstehen – der nächste Beitrag folgt im kommenden Monat.

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