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Neue Kita, neue Gruppe, neues Leben als Schulkind – in der Kita-Zeit stehen wichtige Übergänge an. Gut begleitet sind diese nicht nur prägnante, sondern auch schöne Phasen im Leben des Kindes. Dabei spielen Fachkräfte und Eltern eine wichtige Rolle. Wir haben hier die wichtigsten Tipps für Mütter und Väter zusammengestellt.

So können Sie Ihr Kind während der Übergänge unterstützen:

1. Akzeptieren Sie, dass der Nachwuchs größer wird

„Ich bin schon soooo groß!“ (DKJS / J. Erlenmeyer, C. Götz)

Wenn sich etwas für das Kind verändert, dann oft auch für die Eltern. Gerade in der Kita-Zeit fällt Müttern und Vätern vielleicht etwas wehmütig auf, wie schnell die Kleinen doch groß werden. Die Fähigkeit, dies zu akzeptieren und den Nachwuchs auch loszulassen, ist nicht nur bei der Eingewöhnung in die Kindertagesstätte wichtig. Auch der Übergang in eine neue Gruppe oder in die Schule sind gute Anlässe, um sich gemeinsam mit dem Nachwuchs über das Größerwerden zu freuen.

2. Interesse zeigen und Bedürfnisse ernst nehmen

„Ich hab‘ ein offenes Ohr für dich“ (DKJS / J. Erlenmeyer, C. Götz)

Das Kind zu begleiten und zu unterstützen heißt auch, dass Sie ihm in den Übergangsphasen besonders viel Aufmerksamkeit schenken und Interesse an dem zeigen, was es in der Kita gerade lernt und erlebt. Wenn möglich, fragen Sie Ihr Kind, was es gerade beschäftigt und was es braucht. Wenn es noch nicht sprechen kann, beobachten Sie genau, wie es ihm in der jeweiligen Phase geht. Teilen Sie dessen Stolz und Freude, nehmen Sie aber auch mögliche Ängste und Sorgen ernst.

3. Fördern Sie Selbstständigkeit

„Das kann ich jetzt schon gut alleine“ (DKJS / C. Grehl)

Der Übergang in eine neue Lebensphase ist auch gekennzeichnet von neuen Fähigkeiten des Kindes. Es kann sich vielleicht nun schon selbst etwas zu essen holen, alleine auf die Toilette gehen, sich ohne Hilfe anziehen oder in der Vorschulzeit sogar schon alleine in die Kita gehen. Fördern und loben Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes, denn je mehr es den Übergang selbst mitgestalten kann, desto mehr gewinnt es an Sicherheit für die neue Situation.

4. Vertrauen Sie Ihrem Kind und den Fachkräften

„Keine Sorge Mama, die Erzieherin und ich kommen schon super miteinander aus!“ (Fofo: DKJS / F. Schmitt)

Manchen Eltern fällt es schwer, über einen längeren Zeitraum hinweg nicht zu wissen, was ihr Kind gerade macht und wie es ihm geht. Hat es nach dem Abschied wirklich so schnell aufgehört zu weinen, wie die Fachkräfte sagen? Kommt es in der neuen und uns allen unbekannten Situation auch wirklich zurecht? Haben Sie zunächst Vertrauen in die Kompetenzen Ihres Kindes und die der Fachkräfte – und wenn etwas nicht funktioniert, können Sie ein Gespräch oder konstruktiven Austausch mit der Kita suchen.

5. Vermitteln Sie eine positive Einstellung

„Ist doch toll hier, oder?“ (DKJS / F. Schmitt)

Schon kleine Kinder spüren es, wenn ihre Eltern eine Situation oder eine Person nicht mögen und reagieren entsprechend zurückhaltend oder sogar ängstlich. Andersherum ist es genauso: Wenn Kinder merken, dass ihre Eltern etwas gut finden, gehen sie auch optimistischer an diese Sache heran. Daher ist es wichtig, dass Eltern immer auch selbst eine positive Einstellung gegenüber der Veränderungen in der Kita haben und dies auch zeigen. Was nicht heißen soll, dass Sie mögliche Sorgen oder Ängste des Kindes nicht ernst nehmen. Thematisieren Sie mögliche Bedenken sachlich in der Familie und beim Kita-Personal.

6. Pflegen Sie die Erziehungspartnerschaft

„Hätten Sie mal einen Moment?“ (DKJS / F. Schmitt)

Als Mutter oder Vater kennen Sie Ihren Nachwuchs am besten, doch die Fachkräfte wissen an vielen Tagen besser, was das Kind den Tag über erlebt hat oder was es gerade beschäftigt. Nutzen Sie Elterngespräche und Tür-und-Angel-Gespräche, um mögliche Fragen zur Gestaltung des jeweiligen Übergangs zu stellen und sich regelmäßig auszutauschen. Den besten Weg für das Kind finden Sie nur gemeinsam.

7. Symbole machen Veränderung deutlich

„Eine neue, größere Brotdose für das Kindergartenkind!“ (DKJS / C. Grehl)

Insbesondere kleinere Kinder können die Veränderungen, die sie gerade erleben, nicht immer richtig zuordnen oder benennen. Symbole oder bestimmte Gegenstände helfen dabei: So können Kuscheltiere oder -tücher sowie Bilder der Familie Sicherheit bei der Eingewöhnung geben. Beim Übergang in den Kindergarten kann das „Umziehen“ des Kinderfotos vom einen in den anderen Raum den Wechsel seitens der Kita symbolisieren.

Auch Eltern können Übergänge symbolisch mitbegleiten, etwa indem sie den Portfolio-Ordner gemeinsam mit Ihrem Kind anschauen und es dabei unterstützen, selbst ein Abschiedsgeschenk zu gestalten, mit dem es sich von den Fachkräften „offiziell“ verabschiedet. Falls Sie ihrem Kind zum Wechsel in den Kindergarten oder in die Schule ohnehin einen neuen Rucksack oder eine neue Trinkflasche besorgen, beziehen Sie es in den Kauf mit ein und erklären Sie ihm, wofür der Gegenstand steht.

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