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Eine gute Kita stellt das Kind und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt – darin sind sich viele Expertinnen und Experten einig. Doch zu oft überlegen die Großen allein, was gute Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung ausmacht. Dabei ist es gerade bei diesem Thema wichtig, auch jene zu fragen, um die es eigentlich geht – nämlich die Kinder selbst. Denn diese verstehen unter einer guten Kita oft etwas anderes, als Fachkräfte und Eltern.

Das hat auch das Bündnis Qualität im Dialog im nördlichen Weserbergland, Finalist des Deutschen Kita-Preises 2019, erkannt. Mithilfe von Kinderbefragungen verbessern die Akteure die Qualität in den Kindertageseinrichtungen. Welche Methoden sich bewährt haben, worauf man achten sollte und wie diese bei den Kindern ankommen, schilderte uns Bündniskoordinator Ingmar Everding im Rahmen einer Beitragsreihe auf Rund um Kita. „Wenn Erwachsene sich den Kita-Alltag von Kindern zeigen lassen und mit ihnen darüber sprechen, wird ihnen besser bewusst, was ihre Einrichtung besonders macht“, sagt er. So haben die Akteure des Bündnisses gemeinsam mit den Kindern viele Dinge herausgefinden und verbessert, die ihnen allein vielleicht nie aufgefallen wären.

Vier geeignete Methoden zur Kinderbefragung

Foto: DKJS / K. Lindemeier

„Unsere Treppenstufen sollen schöner sein“ – Das ist das Ergebnis einer Kita-Begehung mit Kamera.

Foto: DKJS / K. Lindemeier

„Das Hausdach ist eine prima Rutsche!“ – Das haben Kinder durch das Verteilen von Smileys in der Kita gezeigt.

Foto: DKJS / P. Chiussi

„Dinos verboten – doch nicht für alle…?“ – Wenn Kinder malen, was ihnen in der Kita auffällt.

Foto: I. Everding

„Warum machen wir das eigentlich so?“ In einem Gesprächskreis haben die Kinder Fragen zu Ritualen gestellt.

Kita-Qualität aus Kindersicht

Dass schon die Jüngsten ihre Ansichten zum Kita-Alltag äußern können und wollen, zeigt auch die Studie Kita-Qualität aus Kindersicht (QuaKi-Studie, hier geht’s zum Studienbericht). Im Rahmen der Untersuchung des Berliner Instituts für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration für Qualität vor Ort wurden Vier- bis Sechsjährige gefragt, was für sie eine gute Kita ausmacht. Die Forschenden ließen sich von Kindern zeigen, was sie an ihrer Einrichtung mögen. Sie wurden beispielsweise gefragt „Wo spielst Du gerne? Welchen Ort in der Kita möchtest Du uns zeigen?“ Aus den Beobachtungen, Gesprächen, Gruppendiskussionen, Fotos und Kinderzeichnungen leiteten sie zehn Dimensionen für Qualität in Kitas ab. Das Ergebnis: Kinder im Kita-Alter wünschen sich die richtige Balance zwischen verlässlichen Strukturen, Anerkennung ihrer Individualität und dem ungestörten Spiel mit Gleichaltrigen – und wo die Lieblingsorte der Kinder waren, erfahren Interessierte hier.