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„Demokratie leben“ ist nicht nur der Name des Bundesprogramms, das vom Bundesfamilienministerium initiiert wurde – es ist auch die Zielrichtung des Projekts „Demokratie in Kinderschuhen. Mitbestimmung und Vielfalt in katholischen Kitas“ des KTK-Bundesverbands. Für alle Mitgliedseinrichtungen stellt sich die Frage, wie die Kinder angemessen beteiligt werden können. Die Kita-Kinder der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Barbara in Essen berichten in diesem Beitrag, wie sie demokratische Prozesse in der Kita verstehen und was sie daran besonders gut finden. Die KiTa hatte sich in der Vergangenheit um den Deutschen Kita-Preis beworben.

„Mir hat das gut gefallen, dass wir das besprochen haben“

Mitgemacht. In der Kita St. Barbara gibt es das so genannte „Maxi-Jahr“ – das letzte Kita-Jahr, das für die Kinder aus mehreren Gründen eine ganz besondere Zeit ist. Sie sind nun die „Großen“ in der Kita und können das letzte Jahr aktiv mitgestalten. Einen Einblick in das erste Planungstreffen der „Maxi-Kinder“ gibt es hier:

Gestaltung des Maxi-Jahres

Das letzte KiTa-Jahr ist ein ganz besonderes Jahr und wird mit den Kindern gemeinsam geplant. In einer ersten Gesprächsrunde zeigt ein großer Terminplan die zur Verfügung stehende Zeit auf. Die Kinder tragen zusammen, welche Themen sie sich für das letzte KiTa-Jahr wünschen. Dabei greifen sie oft auf Projekte der „alten“ Maxi-Kinder zurück, die sie durch Geschwisterkinder kennen oder im vorherigen KiTa-Jahr miterlebt haben. Die Maxis berichten:

Lilly: Wir haben besprochen, wo wir überall hinfahren wollen.
Tim:  In der Turnhalle haben wir die Maxi-Wand gemacht.
Jasmin: Da lagen Fotos auf dem Boden.
Emma: Jedes Kind konnte sich zwei Fotos nehmen, damit wir die Ausflüge planen können.
Marlene: Die Kinder haben gesagt, was sie auf den Fotos sehen.
Jasmin: Das, was wir auf den Fotos sehen, da wollen wir mal hin.
Emma: Wir wollen alles das machen, z.B.: das Zahlenland. Da legen wir in der Turnhalle einen Teppich aus und da legen wir Zahlen hin.
Lena: Wir haben die Fotos auf ein Plakat geklebt.
Benjamin: Die Fotos haben wir in einer Reihenfolge aufgeklebt.
Jonas: Da sind noch kleine Schildchen auf dem Plakat.
Fabio: Da steht, in welchem Monat das gemacht wird.
Annabelle: Das Plakat hängt im Flur. Wir haben unseren Eltern gezeigt, was wir alles machen wollen.
Mia: Mir hat das gut gefallen, dass wir das besprochen haben.
Jasmin: Wenn wir einen Ausflug machen, müssen die Maxis gut zuhören, was die Erzieherinnen sagt.

Foto: KiTa St.Barbara, Essen

Foto: KiTa St.Barbara, Essen

In der KiTa St. Barbara hat jedes Kind ein Erkennungszeichen, das immer wieder auftaucht, zum Beispiel auch an der Kinder-Infowand. Hier wird sichtbar, welches Kind welches Amt gerade ausübt: Zum Beispiel StreitschlichterIn, WasserkontrolleurIn oder LichtwärterIn. Die „Maxi-Wand“ dient als Infotafel und Pinnwand gleichermaßen – hier stimmen die „Maxi-Kinder“ darüber ab, was sie in ihrem letzten Kita-Jahr gerne machen möchten. 

 

Nachgefragt. Was bedeutet Demokratie eigentlich für die Kinder? Geht es um Rechte? Um Pflichten? Um Selbstbewusstsein und Mitbestimmung? Die Kinder aus der KiTa St. Barbara geben gerne Auskunft (im Rahmen der Umfrage vor Ort in der Kita kamen vor allem die „großen“ Kinder zu Wort – natürlich haben die jüngeren Kinder die gleichen Möglichkeiten, ihre Meinung zu äußern und sich einzubringen):

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Das Projekt „Demokratie in Kinderschuhen. Mitbestimmung und Vielfalt in katholischen Kitas“ des KTK-Bundesverbandes ist Teil des Kooperationsprojekts „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“. Es wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesfamilienministerium gefördert.

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Demokratie in der Kita

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