Etwas mehr Nestwärme, kleine Gruppen und feste Bezugspersonen – davon profitieren Kinder, die von Tagesmüttern oder Tagesvätern betreut werden. Die Kindertagespflege umfasst neben der Betreuung der Jüngsten auch die gezielte Förderung der frühkindlichen Entwicklung und der sozialen Interaktionen.

Welche Qualifikation bringen Kindertagespflegepersonen für diese anspruchsvollen Aufgaben mit? Wie viele Kinder betreuen sie? Wie zufrieden sind sie mit ihrer Arbeit? Das wurden über 4.000 Tagesväter und Tagesmütter im Auftrag des Bundesfamilienministeriums gefragt. Die Antworten hat das Onlineportal Frühe Chancen hier übersichtlich aufbereitet.

Stellenwert der Eltern für die Arbeit in der Kindertagespflege

„Die Kindertagespflege hält vor allem auch dann eine gute Betreuungsqualität vor, wenn sie die Eltern der Kinder in diese [frühpädagogischen] Zielstellungen einbezieht“, sagt Lieselotte Ahnert, Professorin für Entwicklungspsychologie an der Fakultät für Psychologie der Universität Wien in einem Interview zur genannten Befragung. Die Erhebung macht auch den hohen Stellenwert der Eltern für die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter deutlich: Die meisten Befragten (88 Prozent) wollen sich zur Zusammenarbeit mit Eltern fortbilden und fachlich beraten lassen. Der Wunsch nach einer guten Erziehungspartnerschaft ist in der Kindertagespflege ebenso präsent wie in Kitas.